Ausbildungsverbote und weitere Einschränkungen ab 24.10.2015

27 Okt
Seit dem 24. Oktober 2015 ist das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz in Kraft getreten. Vielen Jugendlichen aus sicheren Herkunftsländern wird damit die betriebliche Berufsausbildung verboten. Begleitete Flüchtlingskinder, die lange oder dauerhaft in Erstaufnahmen leben müssen, stehen vor Hürden beim Schulbesuch. Was sich genau ändert, erklärt unsere Arbeitshilfe. Weitere Informationen: | Arbeitshilfe Bildungseinschränkungen |Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz |
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ARD bietet Online-Radio und Infoportal auf Deutsch, Arabisch und Englisch an

23 Okt
Die ARD hat das Portal „Guide for Refugees“ für Geflüchtete und Helfer*innen eingerichtet. Dort gibt es zahlreiche Informationen auf Deutsch, Arabisch und Englisch. Darüber hinaus können für Geflüchtete erstellte Radiobeiträge des Funkhaus Europa abgerufen werden.
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Informationsblatt zum VMT-Ticket- und Tarifangebot in englischer und arabischer Sprache

14 Okt
Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) stellt ein Informationsblatt in digitaler Form in englischer und arabischer Sprache zur Verfügung. Das Dokument enthält Informationen über das Ticket- und Tarifangebot und soll Flüchtlingen die Nutzung von Bus, Straßenbahn und Regionalbahn im VMT-Verbundgebiet erleichtern. Informationsblatt: Arabisch | Englisch | Deutsch
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Wegweiser für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

13 Okt
Der Bundesfachverbad unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellt eine Willkommensbroschüre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Verfügung. Dieser klärt kindgerecht über Rechte und Pflichten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (UMF) auf und ist in verschiedenen Sprachen erhältlich.
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pro menschenrechte. contra vorurteile.

23 Mai

pro Menschenrechte.
contra vorurteile.

Fakten und argumente zur debatte über Flüchtlinge in deutschland und Europa.

Durch die Zunahme der Zahl von Asylsuchenden gibt es wieder öffentliche Diskussionen über Flüchtlinge. „Asyl ist ein Privileg“ ist dabei oft zu hören, „Ich bin auch arbeitslos“, oder „Wir können doch nicht alle aufnehmen“. Dabei ist zunächst festzustellen: Die Frage, wer bei uns Flüchtlingsschutz erhält, ist gar nicht verhandelbar. Der Anspruch auf Zuflucht vor politischer Verfolgung hat Verfassungsrang in Deutschland. In Europa gelten die Grundrechtecharta und die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Die Genfer Flüchtlingskonvention ist weltweit in 147 Staaten gültig. Auf dieser Grundlage haben Flüchtlinge ein Recht auf eine faire Prüfung ihrer Schutzbedürftigkeit. Den Schutzanspruch von Flüchtlingen kann man weder in Frage stellen noch kontingentieren. Für die Bundesrepublik ist der Schutz von Flüchtlingen eigener Anspruch und Verpflichtung zugleich. Wenn heute nach Jahren des Rückgangs die Flüchtlingszahlen erneut steigen und Kommunen die Unterbringung von Flüchtlingen neu organisieren müssen, ist die Wachsamkeit der Zivilgesellschaft gefragt. Wieder beginnen Unkenntnis, Vorurteile und Ressentiments zu wuchern, Rechtsextreme mobilisieren, schon kommt es wieder zu Anschlägen auf Flüchtlingswohnheime. Gleichzeitig gibt es heute fast überall, wo es zu Protesten gegen Flüchtlingsunterkünfte kommt, auch eine starke Gegenbewegung. Wache Bürgerinnen und Bürger stellen sich rassistischer Stimmungsmache entschieden und engagiert entgegen. Wir haben auf den folgenden Seiten Argumente und Fakten zusammengestellt, die in der Diskussion hilfreich sein können.

INFO-HEFT FLUCHT UND ASYL IN THÜRINGEN

23 Mai

Info-Heft Flucht und Asyl in Thüringen

Derzeit kommen aufgrund der weltweit zugenommenen Flüchtlingszahlen
vermehrt Asylsuchende auch nach Deutschland. Dies wird begleitet von öffentlichen Diskus sionen, Protesten gegen die Unterbringung von Flücht lingen in Deutschland und Polemiken von PolitikerInnen gegen das ver meint liche Ausnutzen der Sozialsysteme. Und nicht zuletzt werden fortlaufend Menschen in Deutschland angegriffen – tätlich und verbal –, weil sie „ausländisch“ aussehen.

Zudem sind in Thüringen 2014 Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen. In Wahlkampfzeiten wird verstärkt öffentlich diskutiert, es gibt Kampagnen und Meinungsmache. Auch das Thema Asyl wird dabei aufgegriffen. Neonazistische und rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien hetzen mit entsprechenden Slogans gegen
alles „Ausländische“ beziehungsweise „Nicht-Deutsche“. Aber auch andere Parteien greifen Vor behalte und Ressentiments gegen ZuwanderInnen auf.

Wir möchten neu Interessierten am Thema Asyl und Flucht einen kurzen und möglichst leichten Einstieg in die Sachlage geben und sie mit Fakten und Argumenten versorgen. Für diejenigen, die bereits einige Informa tio nen haben, bietet die Broschüre einen schnel len Überblick über die aktuelle (Rechts-)Lage und deren Veränderungen der letzten Jahre in Thüringen. Darüber hinaus geben wir einige Hinweise, wie in einer kontroversen Diskussion zum Thema Asyl argumentiert bzw. wie rassistischen und diskriminierenden Übergriffen im Alltag begegnet werden kann. Damit wollen wir all diejenigen stärken, die sich in der ffentlichen, oft auf geheizten Debatte um Flucht, Asyl und Rassismus in unserer Gesellschaft für eine sachliche Auseinan der setzung zugunsten von Flüchtlingen und gegen Rassismus einsetzen möchten.

Alle angesprochenen Themen werden von uns nur angerissen und bieten eine weitaus größere Komplexität, als wir sie in diesem Heft behandeln können. Inhaltliche Positionierungen spiegeln die Meinung der HerausgeberInnen wider und decken sich mit denen zahlreicher Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen. Wir laden alle zu einer weiteren Beschäftigung mit den Themenfeldern ein: durch weitere Broschüren, durch Seminare und Veranstaltungen und einer gemeinsamen Diskussion. Eine Linkliste für weitere Informationen findet sich am Ende dieses Heftes.